Hallo Jens, willkommen hier im Forum!
Platzfrage: Im Boot selbst an der Kupplung herumzuschrauben ist fast immer fummelig. Wenn du also die Möglichkeit hast, Motor samt Getriebe auszubauen, sparst du dir viel Gefluche. Dabei kannst du auch gleich den Zustand von Motorlagern prüfen.
Propellerwelle lösen – Prop runter, Schraube am Wellendurchlass (Stopfbuchse oder Wellenbock) lösen und Welle etwas nach hinten ziehen. Vorsicht: nicht verkanten und die Dichtung/Packung im Auge behalten. Kupplung lösen: Beim Ausbau des Getriebes immer schön gleichmäßig rundum lösen, sonst kann’s verspannen. Ausrichtung nachher: Der wichtigste Punkt ist das exakte Wiederausrichten von Motor und Welle nach dem Kupplungswechsel. Da reichen Zehntelmillimeter – sonst hast du schnell Vibrationen oder Lagerschäden. Ein Fühlerlehren-Satz ist hier Gold wert. Alternative: Manche bauen sich einen kleinen Flaschenzug oder Schlitten, um den Motor nur ein Stück nach vorn zu ziehen, ohne gleich alles aus dem Boot zu hieven. Das hängt stark davon ab, wie viel Platz du hast.
👉 Unterm Strich:
Wenn du genug Platz hast, geht’s im Boot. Wenn nicht, ist der Komplettausbau oft sogar schneller und sauberer – und du kommst hinterher sicherer an die Justierung der Kupplung.
Gruß Dirk